Newsletter «Impulse»:

 

 

 

 

 

Wenn Sie tun, was Sie schon immer getan haben,

werden Sie erhalten, was Sie schon immer erhalten haben

(unbekannter Autor)

 

 

Liebe Leserin, lieber Leser

Lange Zeit ist es her und viele Ferienwochen sind vergangen seit dem letzten Newsletter. Heute möchten wir Ihnen wieder ein paar hinter- und vordergründige Informationen zukommen lassen und auf unser neues Herbstprogramm aufmerksam machen: Nebst unseren Seminaren haben wir neu drei Abendvorträge und ein Samstagnachmittag-Kurs ins Programm aufgenommen.

  • Fokus-Thema: Patchwork
  • Auszeit - für die wichtigste Person im Leben
  • jetzt wieder: Abendvorträge Familienstellen / EFT Kurs
  • Seminartermine
  • Coaching und Paarberatung

 

Fokus-Thema Patchwork

Patchwork bedeutet in der Übersetzung "Flickwerk" und bezeichnet ursprünglich eine Technik der Textilgestaltung, bei der einzelne Stücke aus verschiedenen Stoffen zu einer grösseren Fläche zusammen genäht werden.

 

Heute bezeichnet Patchwork auch die "zusammen gesetzte Familie". Der traditionelle Begriff hierfür ist die Stieffamilie. Diese bezeichnete ursprünglich eine Familie, bei der mindestens ein Elternteil ein Kind aus einer früheren Familie mit eingebracht hatte. Dies kam früher öfter vor, da Frauen noch häufiger bei der Geburt starben und die Männer im Krieg fielen.

 

Seit Ende des 20. Jahrhunderts entstehen Trennungen der Kernfamilie (Vater-Mutter-leibliche Kinder) hauptsächlich durch Scheidungen, so dass sich ganz andere Konstellationen ergeben. So wird heute die Stieffamilie vom Volksmund umfassender verstanden und umfasst alle Arten von zusammen gesetzten Familien, wie zum Beispiel auch nicht-eheliche Lebensgemeinschaften, Familien mit Pflegekindern usw.
 

Die geänderten Verhältnisse finden ihren Ausdruck auch in der Kreation dieses neuen Begriffs für die Stieffamilie als "Patchwork-Familie". Heute leben in Deutschland (die Zahlen in der der Schweiz dürften ähnlich sein) 7 % der Familien in "Patchwork" zusammen - Tendenz stark steigend.

 

 

Männer, Frauen und die Patchworkfamilie

 

Als wäre das Gelingen der Paarbeziehung zwischen Frau und Mann nicht schon herausfordernd genug, sind heute immer mehr Familien mit den Herausforderungen einer Patchworkfamilie konfrontiert. Der Traum der "heilen" Familie ist vielerorts zerplatzt, das Lebenskonzept "bis das der Tod uns scheidet" musste geändert werden, verschiedene Eltern, die für verschiedene Kinder zuständig sind, müssen sich arrangieren, absprechen und miteinander auskommen. Viel Organisationstalent und -bereitschaft, Flexibilität und Toleranz ist da gefragt.

 

Damit eine solche Konstellation eine Chance hat, ist es wichtig, grundlegende systemische Prinzipien zu beachten:

 

Die Achtung und der Respekt vor meinen eigenen vorherigen Partnern

Niemand ist allein "schuld". Das Abstempeln der Ex-Partner als "Schuldige"  oder "Böse" ist eine der grössten Fallen für das Wohl der Patchworkfamilie. Denn so wie ich meine Ex-Partner  bewerte, so bewerte ich am Ende meine damaligen Gefühle und damit mich selbst. Konstruktiver ist es, sich zu erinnern, was Sie damals geliebt haben an ihrem Partner/ihrer Partnerin und was sie alles für Sich lernen konnten in der Beziehung. So schaffen Sie einen guten Boden für etwas Neues.

Die Achtung und der Respekt vor der vorherigen Familie des Partners

Die noch grössere Falle ist die Abwertung der Ex-Partner des Partners. Es ist einfach verführerisch, zu finden, dass der/die Ex des Partners/der Partnerin sich falsch benimmt und einfach charakterlich daneben liegt. Bedenken Sie: auch das war einmal Liebe und für Ihren Partner/Ihre Partnerin war diese Beziehung ganz sicher wichtig. Und vielleicht hat Ihr Partner/Ihre Partnerin einiges gelernt, was Ihnen jetzt zugute kommt. Dafür könnten Sie doch eigentlich dankbar sein, oder?

Kinder brauchen beide Elternteile

Kinder spüren wie Seismographen die Gefühle und Wertungen der Erwachsenen, auch die nicht ausgesprochenen. Aus den Erfahrungen in Aufstellungen wissen wir, wie sehr Kinder leiden, wenn Ihre Eltern voneinander schlecht sprechen oder sie sogar zu einem Elternteil keinen Kontakt haben (dürfen). An der Oberfläche zeigt sich das in verschiedensten Störungen (Streit, schlechte Schulleistungen, Kratzbürstigkeit, Orientierungslosigkeit usw.).  In den Aufstellungen können wir dann immer wieder sehen, was wirklich ist: eine tiefe Sehnsucht nach beiden Elternteilen. Deshalb: Ermöglichen Sie Ihren Kindern den Kontakt und die Liebe zu beiden Elternteilen!

 

Alle gehören zum System dazu! Wenn Sie das beherzigen können, haben Sie gute Aussichten auf ein fried- und freudvolles Familienleben. Und etwas ändern können immer nur Sie selbst.

 

Weiter führende Literatur zu systemischen Dynamiken in Partnerschaft und Familie:

 

   "Wie Liebe gelingt" Die Paartherapie Bert Hellingers, Hrsg.: Johannes Neuhauser

   "Wie Liebe, Familie und Beruf zusammen geht"    Hans Jellouschek

 


Coaching und Paarberatung in Zürich
 
In unserer Praxis in Zürich-Enge sind wir gerne für Sie da:
  • Aus Ideen und Wünschen Visionen und Schritte entwickeln
  • Spannungen und Probleme in Beruf/Familie/Partnerschaft auf den Grund gehen
  • Kommunikations- und Entscheidungsfähigkeit verbessern
  • Als Paar in wirklichen Kontakt kommen, Probleme erkennen, gemeinsam Lösungen finden, Weiterentwicklung
  • Persönlichkeitsanalyse: Wer bin ich, was brauche ich, wie gehe ich auf andere zu
  • Stresstest: Seine Stressoren kennen und Verhaltesstrategien entwickeln
  • Handlungs-, Denk- und Lernblockaden lösen, Ressourcen erkennen

 

Wir wünschen Ihnen eine schöne Spätsommerzeit und schicken herzliche Grüsse

André & Anke Hintermann


 


SEMINARE - COACHING - PAARBERATUNG - AUSBILDUNG
André & Anke Hintermann
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